LJM Flensburg 29.08. - 30.08.2020

Wir kamen einige Tage vor der Regatta im FSC an. Ich durfte 3-4 Tage bei den Laserseglern mittrainieren. Es gab oft wundervolle Regenbögen zu sehen während es regnete und sogar Schweinswale sind öfter neben uns Lasern hergeschwommen. Der Wind dort war etwas stärker als am Bodensee mit Ausnahme von 2 oder 3 Tagen an denen Flaute war, so konnte ich auch mit dem Radialsegel gut mittrainieren. An 2 Tagen gab es J70 Training für die Jugend Bundesliga dort im Club und nach nettem Fragen durfte ich sogar mit auf das Motorboot und anschließend sogar selbst mitsegeln. Ich habe da einiges in der J70 gelernt, wie auch im Lasertraining und ich fand es mega schön dort. Auch nach der Regatta durfte ich noch mittrainieren. 

29.8.2020 1. Regattatag

Es war relativ guter Wind und zum Glück keine pure Sonne auf dem Wasser draußen. Im Club hatte jedes Boot seinen eigenen Platz zugeteilt bekommen mitsamt Nummernschildern für Boot und Abstellplatz. Auf dem gesamten Gelände war Mundschutzpflicht und größerer Abstand musste nur außerhalb der Gruppen bei fremden Leuten eingehalten werden.  Bei der ersten Wettfahrt wurde ich 15. von 19, was noch nicht ganz so gut war. Bei der 2. Wettfahrt bekam ich dann den 7. Platz hin und auch der Wind wurde dann stärker. Bei der 3. Wettfahrt wurde ich 8. und die 4. habe ich dann taktisch sehr schlecht angesteuert weshalb ich dann leider 18. wurde.

30.8.2020 2. Regattatag

Heute war tatsächlich einer der Tage, bei denen kein Wind war. Wir saßen daher alle auf dem gesamten Gelände verteilt und auch im Jugendraum und hörten Musik oder quatschten zusammen. Es kam dann leider auch nachmittags kein Wind mehr, aber immerhin sind wir alle bei guter Laune geblieben. Die Siegerehrung blieb klein aber dennoch mit Siegertreppchen. Ich erreichte am ende dann den 10. Platz von 19 Seglern (4.7 Laser).

Amélie Ritschel

Kieler Woche 05.09. - 09.09.2020

4.9.2020 Kiel
Gestern schon sind wir in Kiel angekommen doch wir haben uns einfach nur ausgeruht damit wir nochmal Kraft tanken konnten. Heute Morgen als ich zum Deutschen Seglerverband kam war ich einer der ersten Lasersegler. Nach dem schnellen Abladen, wofür wir nur 60 Minuten Zeit bekamen, musste ich zum Check-in, wo ich als erstes meine Temperatur messen musste, was allerdings schnell ging. Ich bekam wieder eine KIWO Tasche, eine Kappe und dieses Mal ein Corona Warnarmband. Es war sehr viel mehr Papierkram zu erledigen und viel mehr organisatorische Dinge zu beachten. Wir mussten immer einen Tracker bei uns tragen und ein Band mit einem Chip zum Ein- und Auschecken. Wenn man vergisst sich auszuchecken wird abends die Seenotrettung rausgeschickt zum Suchen. Ein Trainer aus dem Kieler Yachtclub fragte mich, ob ich in seine Gruppe kommen möchte. Damit hatte ich dann eine Regattabetreuung und konnte von Strande starten, was entspannter war, als von Schilksee. In Schilksee wurde das Maskentragen streng kontrolliert.

Es bedeutete allerdings, dass ich zum Aus- und Einchecken immer mit dem Rad vor und nach der Regatta rüberfahren musste.

5.9.2020
Heute am ersten Segeltag der KIWO (Kieler Woche) war der Wind sehr stark und ich konnte froh sein, dass ich nicht mit Radial rausgefahren bin. Ich habe gemerkt, dass ich die Wellentechnik noch nicht ganz so gut beherrsche. Der Rest mit der Taktik und dem Wind lief sehr gut. Trotzdem waren meine Ergebnisse am Ende nicht so gut, wie ich von mir erwartet hatte. Ich bin trotzdem sehr froh, dass ich noch mitsegeln durfte obwohl die Warteliste eigentlich gestrichen wurde. Meine Mutter hatte am Mittwoch im Regattabüro nachgefragt und es wurde für mich doch noch möglich teilzunehmen. Die Nachricht kam allerdings erst am Donnerstagabend um 22.30 per Mail. Wir hatten nicht abgeladen, weil wir dachten, dass die Teilnahme vielleicht nicht klappen würde.

8.9.2020
Heute war der Letzte Regatta Tag der KIWO mit nochmal extrem viel Wind so dass es nicht möglich war trocken zu bleiben. Obwohl ich 4.7 segelte bin ich trotzdem in den letzten 2 Rennen gekentert. Ich merkte allerdings schnell, dass das mich nur 2-3 Plätze kostete, weil es den anderen hinter mir genauso erging. Die vorderen waren schon im Ziel, weshalb ihnen die Böe kaum was aus machte. Ich gewöhnte mich schnell an die 30 Knoten und kam so dann ganz gut zurecht.

Die letzten 2 Tage war eher nicht so viel Wind und der Kurs ziemlich lang, aber ich konnte zumindest ein paar Wettfahrten ganz gut fahren. Insgesamt waren es 50 Segler bei den 4.7 und ich schaffte den 42. Platz. Es war trotzdem ein tolles Gefühl, dass ich 2x den 36. Platz erreichte und 1x den 27. Ich hätte mich natürlich noch weiter vorne gesehen aber da der erste Tag mit den Wellen nicht besonders gut lief konnte ich die Plätze dann nicht mehr aufholen. Aber ich weiß, Kiel ist ein schweres Segelgebiet, wo man auf jeden Fall schon etwas Erfahrung braucht. Wir wechselten die Bahn jeden Tag und segelten immer weiter draußen. Gegen Ende des letzten Tages, war der Wind dann so stark, dass wir sogar beim Schleppen sehr langsam vorankamen und auch fast gekentert sind. Durch die Wellen und den Wind dazu haben wir auf jeden Fall ziemlich viel Salz geschmeckt. ☼

Da ich im Segeln weiterkommen möchte, baue ich seit einigen Monaten meine Fitness auf. Ich jogge und fahre Rad, mache regelmäßig Stabilisationsübungen und Zirkeltraining. Muskelaufbau ist wichtig, da ich ab 2021 Radial segeln möchte.

Amélie Ritschel